Symposium in der Veramed Klinik am Wendelstein: Aktuelle Perspektiven in der onkologischen Versorgung
Wie sieht eine moderne, vernetzte und zukunftsorientierte onkologische Versorgung aus? Dieser Frage widmete sich ein interdisziplinäres Symposium in der Veramed Klinik am Wendelstein. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, medizinische Innovationen und zentrale Herausforderungen in der Onkologie.
Zahlreiche Gäste aus dem RoMed Klinikum, aus der Region, aus München sowie aus dem eigenen Team nutzten die Veranstaltung für den fachlichen Austausch. Insgesamt durfte die Veramed Klinik am Wendelstein rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.
Einen wichtigen Impuls setzte Dr. Bonke aus der Hausarztpraxis Flintsbach. In seinem Vortrag beleuchtete er die zentrale Rolle der hausärztlichen Versorgung in der Onkologie – von der Erstdiagnose über die Koordination der weiteren Behandlung bis hin zur Begleitung während laufender Therapien. Besonders eindrucksvoll waren seine Daten zur früheren Tumordiagnostik bei hausärztlich betreuten Patientinnen und Patienten, die mit besseren Überlebenschancen verbunden ist. Zudem zeigte er auf, wie KI-gestützte Tools wie Claude AI oder OpenEvidence bereits heute sinnvoll in den ärztlichen Alltag integriert werden können.
Herr Dörfler, tätig im Bereich Naturheilkunde und am CCC München, widmete sich der Frage, wie sich naturheilkundliche Verfahren und moderne onkologische Therapien verantwortungsvoll miteinander verbinden lassen. Im Fokus standen dabei die unterschiedliche Evidenzlage, mögliche Wechselwirkungen – etwa mit Phytotherapeutika – sowie der Beitrag zur Prävention und Behandlung von Polyneuropathie und Fatigue.
Ein weiterer Vortrag nahm die aktuellen Standards und neuesten Therapieoptionen beim multiplen Myelom in den Blick. Vorgestellt wurden Entwicklungen von der vierfachen Induktionstherapie über Hochdosistherapie und Transplantation bis hin zu CAR-T-Zelltherapien, bispezifischen Antikörpern und der Perspektive einer künftig möglichen Heilung.
Prof. Nowak sprach über die Bedeutung spezialisierter Zentren in der Chirurgie und die Rolle von Zertifizierungen für die Behandlungsqualität. Darüber hinaus stellte er moderne operative Verfahren, KI-gestützte Technologien und den Einsatz robotischer Systeme in der onkologischen Chirurgie vor.
Beim anschließenden Ausklang mit Häppchen wurde der persönliche und fachliche Austausch in angenehmer Atmosphäre fortgesetzt. So bot das Symposium nicht nur spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Onkologie, sondern auch Raum für Begegnung, Diskussion und Vernetzung.